Bau des zweiten Kinderhaus

Aufgrund der Erfahrungen mit unserem 1. Kinderhaus-Projekt im Armenviertel Boca del Rio von Veracruz, planen wir ein Kinderhaus nun auch im Armenviertel La Pochota.

 

La Pochota ist ähnlich aufgebaut wie das Armenviertel in Boca del Rio, viele Familien auf engstem Raum, viele Kinder, etliche davon mehrfach behindert, großer Analphabetismus bei größter Armut.

 

Das Geld der Familien reicht kaum zum Überleben, geschweige denn für das Schulgeld, die Lehrmaterialien und die obligatorische Schuluniform. Dennoch ist eine gute Schulbildung der Schlüssel in eine besseren Zukunft!

 

Diesen Teufelskreis der Armut gilt es zu durchbrechen. Ansetzen kann man -unserer Meinung nach- nur bei den Kindern, in der Hoffnung, dass sie verstehen, was Schule bzw. Bildung für sie in Zukunft bedeutet. Wir wollen diesen Kindern eine Chance geben. Das neue Kinderhaus wird zunächst für 50 Kinder konzipiert.

 

Konzept des geplanten neuen Kinderhauses für Schulkinder als Tageseinrichtung

  1. Anzahl der Kinder
  2. Räumlichkeiten
  3. Anzahl der Fachkräfte
  4. Öffnungszeiten
  5. Kontakte zu Behörden (hier: DIF)
  6. Kontakte zur Universität, LehrerInnen-Seminar
  7. Praktikumsplätze für Sozialpädagogen und Lehrer aus Deutschland/Europa

Zu 1. Anzahl der Kinder
Zum Start: ca. 30 Kinder für 2 Gruppen, Gr. 1 für Kinder der Grundschule, Gr. 2 für die älteren, danach werden die Gruppen aufgefüllt auf je max. 25 Kinder pro Gruppe. Geschwisterkinder werden bevorzugt aufgenommen.

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Zu 2. Räumlichkeiten

  1. Schulräume: für jede Gruppe werden 2 Räume benötigt, einen für die Erledigung der Hausaufgaben unter Anleitung, der zweite Raum dient als Ruheraum, z.B. zum Lernen von Vokabeln, zum Lesen, etc.
  2. Ein Gemeinschaftsraum zum Basteln, für Gemeinschaftsarbeiten (z.B. Singen) etc. Dieser Raum soll auch als Schulungsraum für die Mütter genutzt werden (abends, am Wochenende).
  3. Toiletten: 1 für die Mädchen, 1 für die Jungen, 1 für die Fachkräfte.
  4. Die Räume 1. - 3. sollen sich ebenerdig befinden. Eine kleine Wohnung für die Praktikanten aus Deutschland / Europa (2 Einzelzimmer + kl. Küche + Bad) ist für später geplant, bzw. wenn Sponsoren gefunden werden.
  5. Gemeinschaftsküche nach dem Vorbild des vorherigen Kinderhauses: Vertrag mit dem DIF, der bildet unsere Mütter zum Kochen aus., wir bauen die Küche, der DIF stellt die Geräte (u.a. Gasherde) bereit; verbilligte Einkaufsmöglichkeit der Lebensmittel über den DIF.

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Zu 3. Anzahl der Fachkräfte

  • Pädagogische Mitarbeiter: Für die Vormittagsgruppe: 1 Lehrerin + 1 - 2 Lehrer-Praktikanten von der Universität Veracruz, das gleiche für die Nachmittagsgruppe
  • Praktikanten aus Deutschland
  • Weiteres Personal: Mütter von allen Kindern werden zu Arbeiten heran gezogen: Mit Ausbildung durch den DIF für die Zubereitung von warmem Essen + Frühstück + Abendbrot. Ohne Ausbildung: Säubern der Räumlichkeiten, Abwaschen des Geschirrs,...

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Zu 4. Öffnungszeiten

Täglich von Montag bis Freitag zwischen 7.30 und ca. 20.00 Uhr. Im Anschluss können sich Müttergruppen treffen.

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Zu 5 & 6. Kontakte zu Behörden
Hier geht es um die Koordination zwischen unserer Einrichtung und der Schule, zu den Universitäten (existieren seit etlichen Jahren), zum DIF (existieren seit etlichen Jahren). Eine von uns bezahlte Kraft soll diese Aufgaben übernehmen.

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Zu 7. Praktikumsplätze für Sozialpädagogen und Lehrer aus Deutschland/Europa

Diese Aufgabe hat der örtliche Verein in Braunschweig. Kontakte bestehen bereits.

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Wie beim Ausbau des ersten Kinderhauses werden wir uns wieder um Bauhelfer beim örtlichen Militär bemühen. Wir suchen aber auch Fachleute (Maurer, Elektriker, etc.) aus Deutschland, die für einige Tage/Wochen nach Veracruz kommen und durch Sie als Sponsor gefördert werden können (Flug ca. 900 €, Hotel ca. 50 € /Tag).