Pädagogisches Konzept

Das Kinderhaus wird eine Tageseinrichtung, die Kinder leben weiterhin bei ihren Familien.

Zunächst wird vor Aufnahme der Kinder eine Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes bezüglich der körperlichen Entwicklung vom DIF, dem örtlichen Jugendamt, durchgeführt.

Gleichzeitig werden wir mit unseren Fachkräften (LehrerInnen) die Entwicklung aus schulischer Sicht dokumentieren. Für jedes Kind wird ein persönliches Förderprogramm erstellt. Es betrifft die drei Bereiche Lesen, Schreiben und Rechnen.

Ein Soziogramm wird für jedes der Kinder erstellt.

Gruppenkonzepte zur Erlangung sozialer Kompetenz werden erstellt. Hierbei steht das Spiel an oberster Stelle.

Der Schulbesuch wird verpflichtend für alle Kinder sein. Das bedeutet für die Aufnahme eines Kindes das schulpflichtige Mindestalter von 6 Jahren.

Alle Kinder erhalten die obligatorische Schuluniform und werden mit den erforderlichen Schulutensilien ausgestattet.

 

Unsere Fachkräfte erteilen den Kindern zusätzlich zum Schulbesuch Unterricht nach dem entsprechenden Förderprogramm.

 

Des Weiteren erhalten die Kinder Hilfe bei den Hausaufgaben. Es wird entweder in Kleingruppen oder auch einzeln gearbeitet.

 

Der Freizeitbereich sieht vielerlei Angebote an die Kinder vor.

Ein Gruppenraum wird als Bibliothek eingerichtet und steht den Kindern als Leseraum zur Verfügung.

Bastelangebote finden je nach Bedarf in den Klassenräumen statt.

Freies Spielen bietet sich auf dem Grundstück an, entsprechendes Material wird vorhanden sein.

Für wichtig erachten wir die Öffnung nach außen. Die Kinder sollen aus ihrer Isolation des Armenviertels herausgeholt werden und z.B. ihre Stadt sowie nähere Umgebung kennen lernen.

 

Einbindung der Mütter

Auch die Mütter und/oder Väter der Kinder sollen in die Arbeit des Kinderhauses mit eingebunden werden. Da sie keinen finanziellen Beitrag leisten, sind Ersatzdienste für sie vorgesehen.

Die Erfahrung mit unserem ersten Kinderhaus, das in einheimische Hände übergeben wurde, zeigt, dass die Mütter großes Interesse daran haben, an Kursen des örtlichen Jugendamtes (DIF) teilzunehmen.

Hier bietet sich der Kochkurs an: 10 Mütter werden den 4-wöchigen Kochkurs besuchen, um danach in der Lage zu sein, selbständig für alle Kinder unseres Kinderhauses zu kochen. Je 5 Mütter wechseln sich wochenweise mit dem Kochen ab.

Die Mütter erhalten dadurch von uns für ihre Familien kostenfreies Essen. Außerdem bekommen sie vom DIF, dem örtlichen Jugendamt, kostenfreie medizinische Versorgung für die gesamte Familie.

 

Einzelne Mütter werden in die Betreuung der Kinder mit einbezogen z. B. bei der Betreuung der Bastelarbeiten. Bei Ausflügen beaufsichtigen sie einige Kinder und/oder unterstützen die Fachkräfte. Für die Mütter werden Kurse angeboten, die von unseren Fachkräften durchgeführt werden.

 

Dies kann Nähen sein, aber auch Ernährung, Hygiene und ebenso Familie stehen auf dem Programm. In diesem Konzept erscheint es uns auch wichtig, dass die Zusammenarbeit mit dem DIF sowie der Universität - Abt. Lehrer-Ausbildung - besondere Erwähnung findet. Hier sei nochmals betont, dass wir den Bau der Küche vornehmen, der DIF finanziert dann deren Einrichtung.